Wer beim Schachteinbau spart, spart an der Statik. Ein PE-Schacht ist zwar leicht zu liefern und zu händeln, aber er braucht ein Fundament, das nicht nachgibt. Wenn die Sohle wandert, reißen dir später die Anschlüsse ab – und das Ausgraben kostet das Zehnfache der Vorbereitung.
Das Kies-Bett: Warum Sand im Schachtbau versagt
Vergiss den Aushub und vergiss einfachen Sand. Wenn Wasser in die Baugrube kommt, wird Sand flüssig und weicht aus.
Der Profi-Tipp: Erstelle eine 15 cm starke Sohlplatte aus verdichtetem Kies (Körnung 0/16 oder 2/32). Kies verkeilt sich und bleibt liegen, auch wenn es mal nass wird.
Die Lastverteilung: Der Schachtboden muss vollflächig aufsitzen. Hohlräume unter dem Schachtboden sind wie Sollbruchstellen, wenn die Pumpe später mit 800 Litern Wasser im Rücken anspringt.
Die Waage lügt nicht: 100 % im Blei
Ein Schacht, der auch nur 2 Grad schief steht, sorgt für Ärger in der Mechanik. Die Pumpen hängen einseitig in den Führungsrohren, und die Schwimmerschalter schubbern an der Schachtwand.
Der Check: Prüfe die Waagerechte an zwei Punkten (über Kreuz) auf dem Schachtrand. Erst wenn die Libelle exakt in der Mitte steht, darf die erste Schicht Verfüllmaterial rein.
Gegendruck-Trick: Wasser marsch beim Verfüllen
Ein leerer PE-Schacht ist wie ein Luftballon. Wenn du von außen Erde drückst und verdichtest, kann sich die Wand verformen.
Das Gesetz: Fülle den Schacht parallel zum Verfüllen der Baugrube schrittweise mit Wasser. Der Innendruck hält den Schacht in Form, während du außen Lage für Lage (max. 30 cm) verdichtest. So bleibt die Geometrie perfekt.
Einbaufertige Pumpstationen
Komplett verrohrt, mit Steuerung und Abdeckung – bereit für den Einbau.



